Aktivierung der Stadt

Städte leben von Menschen, die sich aktiv am Stadtleben beteiligen. Die Bevölkerung umfasst einerseits die Bewohner/innen einer Stadt in ihrer demographischen und sozioökonomischen Vielfalt und in ihren spezifischen Bedürfnissen, die im Stadtraum zu berücksichtigen sind. Sie bezieht sich weiterhin auf Personen und Personengruppen, die regelmäßig am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben der Stadt bzw. der Region teilnehmen.

Die verschiedensten Anspruchsgruppen gilt es in aller ihrer Breite zu aktivieren: gemeinnützige Vereine und Verbände ebenso, wie Bürgerinitiativen, informellen Netzwerken, aber auch Einzelpersonen, Unternehmer, Wirtschaftstreibende, Kulturakteure und Industrielle.

Die Wahrnehmung einer Stadt erfolgt neben der physischen (archtiektonischen) Kommunikation immer mehr über den „Mund-zu-Mund“-Ansatz, das heißt über Empfehlungen, persönliche Kontaktpunkte und eigene Erlebnisse. Somit ist es von elementarer Bedeutung für die Kommunikation einer Stadt, diese über viele unterschiedliche Akteure zu orchestrieren, ohne sie zu instrumentalisieren.

Aktivierung der Stadt erfolgt durch ein dialogisches Prinzip. Dabei geht es um mehr als nur Worte und Lippenbekenntnisse. Handlungskompetenzen in der Pflege von Stakeholdern und Anspruchsgruppen sollen zur Weiterentwicklung von „Stadt“ beitragen. Durch konsequente und zielgerichtete Aktivierung wird zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt, ein gesellschaftliches Miteinander ermöglicht und die Gesellschaft per se als offene Dialog- und Diskursakteure aktiviert.