Kommunikations- und Marketingstrategie

Kriterien für eine erfolgreiche städtische Kommunikationsstrategie

Urbane Räumen werben um Unternehmen, Fachkräfte und Touristen sowie um Investitionen in den Standort, stehen dabei in einem globalen Wettbewerb um Relevanz und Wahrnehmung. Diese Stadt-Räume werden immer bedeutender – sie sind die Keimzellen für Wachstum, Wissen und Innovation. Voraussichtlich im Jahr 2030 werden zwei Drittel der Menschen weltweit in Städten wohnen. Die urbanen Räume, sprich Städte und Stadt-Regionen sind somit Motoren der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes.

Mit einer strukturierten Kommunikations- und Marketingstrategie kann diese angesprochene Relevanz erreicht werden, und die Wahrnehmung der Stadt deutlich gesteigert werden.

Eine richtige Kommunikations- und Marketingstrategie baut auf einer übergeordneten Leitidee auf, einem Narrativ, einem Markenstory. Mit der Strategie wird festgelegt, was, wann, wie, warum und an wen kommuniziert wird. Dabei werden weiters Verhaltensweisen, Tonalität, die Frequenz der Kommunikationsaktivitäten, Prioritäten, Dialog- und Zielgruppen grundlegend thematisiert.

Der Kern einer Kommunikations- und Marketingstrategie ist die Positionierung einer Stadt, einer Region oder einer Institution, die ihre Stärken mit den Anforderungen der Zielgruppen und den möglichen Quellmärkten verbindet. Dieses Werteversprechen bildet die Grundlage für einen strategischen Marketingplan mit zu benennenden Marketingzielen.

Für ein erfolgreiche städtische Kommunikationsstrategie ergeben sich folglich sieben Handlungsfelder, auf die es Antworten zu erarbeiten gilt:

  • Identitätssteigerung bei den Bürgern (Fokus: Lebens- und Wohnqualität)

  • Fokus: Talentstadt: Welche beruflichen Chancen und Möglichkeiten werden geboten?

  • Entwicklung der Wirtschaftsregion. Wie wird die Stadt mit wirtschaftlicher Kraft wahrgenommen?

  • Erhöhung der Wahrnehmung als innovativer Standort: Positioniert sich die Stadt als innovativer Standort?

  • Kulturelles Angebot ist auch ein Beitrag zu Weltoffenheit. Wie lässt sich die kulturelle Vielfalt beschreiben?

  • Städte leben auch vom Erlebnischarakter: Welche Erlebnismöglichkeiten bietet die Stadt an? Wie positioniert sich die Stadt als Veranstaltungsstandort (Tourismus, Stadtevents, Convention etc.)?

  • Vernetzung der Kommunikation (der relevanten Stake- und Shareholder von Stadt)

Die Kommunikations- und Marketingstrategie sollte von beteiligten Akteuren getragen und gemeinsam umgesetzt werden. Ziel ist es, dass die beteiligten Akteure ihre Marketingpläne harmonisieren und auf vernetztes und integratives Marketing setzen.

Daraus können ganzheitliche Antworten auf aktuelle Herausforderungen von „Stadt“ gegeben werden:

  • Stärkung der Vermarktung eines klaren Profils der Stadt bzw. der Region
  • Bewusste und zielgruppenspezifische Ansprache von Akteursgruppen
  • Erarbeitung von Wettbewerbsvorteilen im Kontext von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und insbesondere Lebensqualität
  • Einbeziehung der relevanten Stakeholder und Partner, um der Stadt eine hohe Expertise zuzuerkennen und dabei Partner in die Kommunikation proaktiv einzubeziehen
  • Folglich: Integration der Privatwirtschaft in eine ganzheitliche Stadt-Kommunikation